Das Internet als Chance begreifen (Teil 2)

Gerade hatte ich das Vergnügen, auf der intertech an einer Live-Diskussion zum Thema "Der gläserne Mensch - Vorteile und Gefahren von social networks" teilzunehmen, moderiert von Christoph Waibel vom ORF Vorarlberg.

Mir kommt vor, die Diskussionen zum Thema Chancen und Gefahren des Internet laufen immer nach demselben Strickmuster ab. Grundsätzlich ist die Mehrheit der Menschen skeptisch, sieht mehr Gefahren als Chancen und Begriffe wie Kriminalität, Datenmissbrauch und Spionage bestimmen die Diskussion.

Unser Unternehmen hat sich stets dazu bekannt, die technologischen Entwicklungen rund um das Internet und die Digitalisierung differenziert und kritisch zu beleuchten und zu analysieren. Mit den aktuellen Entwicklungen sind große Herausforderungen für jeden einzelnen, für Eltern, für Unternehmen, für öffentliche Organisationen, für die Politik und für die ganze Gesellschaft verbunden. 

Wenn wir aber nicht endlich mehr Qualität, Fachwissen und auch teilweise mehr Gelassenheit in die Diskussion bringen, werden wir die Chancen nicht nützen und die Gefahren nicht reduzieren können. 

Das Internet, Web 2.0 und Social Networks versteht man nur, wenn man sie aktiv ausprobiert, Erfahrungen sammelt und diese reflektiert. Denn, es handelt sich nur in zweiter Linie um eine technologische Revolution. Im Zentrum steht die soziale und gesellschaftliche Revolution.

Eben so, wie es Gunter Dueck oder Peter Kruse schon lange propagieren: 

PS: Es freut mich, dass ich jetzt schon als "IT Experte" bezeichnet werde :-) 

Das Internet als Chance begreifen

Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit den Chancen aber auch den Gefahren des Internets (Web 2.0, Social Media, Social Web...). Hagen Management ist davon überzeugt: Die Chancen überwiegen für Unternehmen - wenn sie es richtig und professionell angehen.

Wir sehen für Unternehmen vor allem folgende Potenziale und Anwendungsbereiche:

  1. Moderne Web-Technologien zur Unterstützung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit --> WikisBlogsTask Management Systeme ...
  2. Social Media in der Unternehmenskommunikation und im Marketing --> Branding, aktiver Kundendialog, Marketing und Kampagnen, Service & Support, Search Engine Optimization (SEO) ...
  3. Neue Medien als Vertriebskanal --> eCommerce, Social Commerce, mCommerce...
  4. Social Media als Innovations- und Lernchance --> Open Innovation, Community Building, Marktanalysen, Kunden und Märkte verstehen ...

Klar ist eines: Die neuen Medien kann man nur sinnvoll und erfolgreich nutzen, wenn man sich aktiv darauf einlässt und dazu eine positive Grundhaltung entwickelt. Aber bitte professionell und gut überlegt.

In diesem Zusammenhang sollten Unternehmen in einem ersten Schritt so genannte Social Media Guidelines entwickeln und verbindlich festlegen. Ein innovatives und nett inszeniertes Beispiel hat Tschibo neulich geliefert:

PS: Hagen Management wird sich im Geschäftsbereich "03_Neue Medien" künftig verstärkt auf den Einsatz moderner Web-Technologien zur Optimierung der internen Kommunikation und Zusammenarbeit (inkl. Projektmanagement Plattformen und IT Systeme) konzentrieren. 

Integriertes Projektmanagement (IPM)

In den vergangenen 10 Jahren hat sich im Projektmanagement einiges getan. Das klassische Projektmanagement-Verständnis à la PMI oder IPMA wurde ergänzt durch agile PrinzipienVorgehensweisen und Methoden.

Auch in unserer Beratungspraxis haben agile und iterative Methoden und Vorgehensmodelle immer stärker Einzug gehalten. Sowohl in der Anwendung der von uns geführten Projekte als auch in der Professionalisierung des Projektmanagements bei unseren Kunden. Allerdings ist in den letzten Jahren folgende Erkenntnis gereift: Die reine Anwendung klassischer oder agiler Ansätze ist häufig nicht sinnvoll oder möglich - in der Integration beider "Welten" liegt aber eine große Chance.

Das Ganze heißt bei uns "Integriertes Projektmanagement (IPM)". Denn:

  • Klassisches Projektmanagement: In den meisten Bereichen der projektorientierten Wirtschaft sind nach wie vor klassische Planungsmethoden und Vorgehensweisen gefordert. Denn Projekte benötigen einen (einigermaßen) stabilen Rahmen.
  • Agiles Projektmanagement: Gleichzeitig ist die Veränderungsgeschwindigkeit und -dynamik in den meisten Bereichen in den letzten Jahren weiter angestiegen. Hier bringen agile Verfahren enorme Vorteile mit sich, denn die kontinuierliche Anpassung an Veränderungen und veränderte Anforderungen ist mit agilen Vorgehensmodellen weitaus effektiver (und auch kostengünstiger) möglich.

Die logische Konsequenz: Entweder - oder ist OUT, Integration ist IN. Das, was vermeintlich trivial klingt, stellt sich in der Praxis oftmals als gehörige Herausforderung für alle Beteiligten dar. Denn es reicht nicht, die "Projektleiter mal kurz auf ein PM Training zu schicken".

Um integriertes Projektmanagement nachhaltig erfolgreich einzusetzen, müssen sowohl der organisatorische Rahmen als auch die Führungskultur im Unternehmen entsprechend ausgerichtet werden. Weg von rein funktionalem Denken und Handeln, hin zu einem prozess- und projektorientierten (und damit kundenzentrierten) Modell der Unternehmensorganisation und -steuerung.

Click here to download:
Integrated_Project_Management_2011.ppt (6.18 MB)
(download)